Bienen im eigenen Garten?

Die Bienen~ Ein originelles Haustier

Sie interessieren sich für die Imkerei und nicht nur für das Produkt dieser faszinierenden Tiere?

 

Es gehört oft mehr dazu als man denkt. Von diversen Kursen über genug Zeit bis hin zu genug Platz.

 

Schreiben Sie mir gerne eine E-Mail und Sie können mir über die Schulter sehen.

Wenn Sie ein eigenes Volk oder auch mehrere für den Garten etc. haben möchten, helfen wir gerne weiter und verkaufen auch Ableger. 

Diese werden Ende April/ Anfang Mai gebildet.


Ich spiele mit dem Gedanken Imker zu werden

Was gehört alles dazu? Ich möchte Ihnen im Folgenden einen kleinen Überblick verschaffen, was alles auf Sie zukommt.

Das erste haben sie schon getan! Es fängt damit an sich zu informieren. Sie sind auf unserer Website gelandet! 

Aber von Anfang an:

Bienen sind Lebewesen, um die sich der Imker kümmern muss. Es geht nicht, sich einfach eine Bienenkiste in den garten/ auf den Balkon zu stellen und die Bienen machen den Rest. So einfach ist es nicht, obwohl in der Tat nicht Sie die Blüten bestäuben müssen.

 

Mein persönlicher Rat:

· Sprechen sie mit einem Imker, meist ist man nach 2 Stunden schon viel schlauer: 4 fragen sollte man sich zu Anfang stellen: Wie viel zeit habe ich und möchte ich investieren? Wie sieht es mit den Finanzen aus? Und als letztes und nicht zu vergessen: der Platz. Die Bienen brauchen einen Standort, mit ausreichend Nahrung, was oft das geringste Problem ist. Das Material muss gelagert werden (Honigräume/Futterzargen/Winterfutter/Honig!!) Es braucht zu Anfang nicht jeder Imker eine eigene Schleuder, oft kann da der Imkerverein mit einer Vereinsschleuder helfen, aber je nach Völkerzahl, sollte man auch darüber nachdenken.

· Wie sieht es mit einer Bienenallergie aus? (auch an Nachbarn oder die Familie denken)

· Im Hochbetrieb, mit einem Imker zu den Bienen gehen. Fühlt man sich unwohl, wenn alles summt und brummt? Natürlich kann entsprechende Schutzkleidung getragen werden, wenn an den Bienen gearbeitet wird.

· Wenn alle oben genannten Punkte für ein neues Haustier spricht, und man jetzt den Wunsch hat Bienen zu halten, kann es losgehen!

 

Im Folgenden also ein wenig tiefer:

 

· Ein Muss:  Der Imkerkurs z.B. in der Imkerschule in Bad Segeberg (www.Imkerschule–SH.de)  Der Grundkurs besteht aus 7 Terminen (je ca. 35€) danach gibt es noch Anfängerkurse und Aufbaukurse, wie zum Beispiel Königinnenzucht oder Metkurse, die man zu Anfang noch nicht braucht.

· Einem Imkerverein sollte man beitreten.  Dieser vertritt die Imker auch über die Landesverbände zum Wohle der Bienen. Sie haben dann auch eine Tierhalterhaftpflicht und Diebstahl inkl. Durch die Mitgliedschaft.

· Einen Imkerpaten suchen, dieser sollte zu Anfang in der Nähe sein, denn es ist immer irgendwas!

· Im ersten Jahr sollte man seinen Paten einfach begleiten. (vorab: Jeder Imker hat sein eigenes System und drei Imker haben zu einem Thema mindestens 5 Meinungen :D) „Learning by doing“ und seinen eigenen Stil finden! Hauptsache den Bienen geht es gut. Zu Anfang kann man mitfahren zu den Bienen, bei der Honigernte helfen, alte Waben einschmelzen, Beuten streichen, beim Wandern (zum Beispiel in den Raps) unterstützen und vieles mehr. Nach diesem Probejahr (April – August, kann man dann im September den Imkerkurs besuchen und im nächsten Frühjahr seine eigenen Völker oder Ableger anschaffen.

· Jetzt hat man schon seine ersten eigenen Gedanken zu den Bienen.

· Wenn sie jetzt Bienen haben möchten, brauchen sie Material. Ich rate immer zu drei Ablegern. Die Bienen entwickeln sich langsam und man kann auch was sehen. Wirtschaftsvölker gleich zum Starten ist nicht zu empfehlen da man hier schnell überfordert sein kann.

· Wo sollen die Bienen stehen? Also erst einmal einen Platz finden. (Kann man mit dem Auto hinfahren? Ist es für andere auch zugänglich?)

· Kosten entstehen auch und mehr als man denkt. Im ersten 1 Jahr ca. 1.600 € und im 2 Jahr auch etwa 1600€. Im dritten Jahr ist dann die Frage wo die Reise hingeht. Nach oben (Völkeranzahl) sind keine Grenzen gesetzt, wie bei jedem Hobby.

· Desto mehr Bienenvölker sie haben, umso größer ist der Zeitbedarf. Aber Sie werden auch schneller in den Abläufen, je mehr Völker sie haben.

· Platz das ist das Problem was jeder Imker hat. Sie brauchen ein Lagerplatz, der Bienen- und Mäusesicher ist, für das Material (Wenn irgendwas nach Honig riecht, sind die Bienen sofort da). Honigraum und Arbeitsraum (Schleuderraum, platz zum Waben schmelzen). Die meisten Arbeiten am Material finden im Winter statt und weil man immer nicht fertig wird, etwas Neues baut und ausprobiert, muss das auch irgendwo gelagert werden.

· Sie wollen jetzt Bienen haben? Der Grundkurs ist erledigt. Das Material ist gekauft, gebraucht bitte nur mit Gesundheitszeugnis! sonst besser neu kaufen. Jetzt brauchen Sie Bienen. Kaufen sie ihrem Imkerpaten 3 Ableger ab. Dieser freut sich und sie haben Bienen die regional sind, so entsteht eine gute Zusammenarbeit, ähnlich einem Azubi, der anfängt im Betrieb zuarbeiten. Kaufen Sie bitte keine Bienen aus dem Internet. Es gibt Bienenkrankheiten, die mit den Bienen in die Regionen kommen können. Es gibt genug Imker in der Umgebung die Bienen abgeben, können.

· Im Mai/Juni kommen die Ableger (Bienenvolk ohne Königin) auf ihren Standort. Die Bienen beginnen sofort sich eine neue Königin nachzuziehen. Nach 4 Wochen etwa, wenn alles geklappt hat haben sie ein Bienenvolk. Die Königin legt ein Brutnest an und das Volk wächst.

Ihr Ziel und Ihre Aufgabe ist es das kleine Volk auf Winterstärke zu bringen. Etwa 5000-10.000 Bienen braucht das Volk für den Winter. Futter braucht das Bienenvolk auch, etwa 20 Kilo für den Winter. Es muss eine Oxalsäurebehandlung im Winter, gegen die Varroamilbe durchgeführt werden. Diese sollte so wenig wie nötig, aber so viel wie möglich sein.  Ohne Behandlung geht es leider nicht mehr in unserer Zeit.

· Dezember: die Wünsche für Weihnachten sind jetzt klar. Sie brauchen Material für das Frühjahr. Bestellen sie jetzt alles, was Sie brauchen. Im nächsten Jahr kostet es meistens mehr.

· Da sie alles richtiggemacht haben, sind ihre Bienen im Frühjahr noch am Leben. Zum Frühling geht es schon los. Das Volk wächst und fängt an Nektar zu sammeln. Sie passen schön auf,  dass es nicht schwärmt. Was ist das Problem mit den Schwärmen? Die Bienen überleben nicht, wenn sie von einem Imker nicht wieder eingefangen werden. Des Weiteren ist es nicht schön, wenn irgendwo in der Stadt ein Bienenschwarm hängt wo er nicht hingehört und für Unruhe/Aufruhr sorgt. 

· Anfang Juni arbeiten 40.000 Bienchen auf Hochtouren. Der Honig ist in der Beute. Jetzt müssen Sie was tun: Honig schleudern, Honig lagern, Honig abfüllen, Honigräume wieder aufsetzen, haben die Bienen zu fressen? Sonst muss aufgefüttert werden. Wo lagern sie den Honig, schon Gedanken gemacht?

· Sie sehen: Es ist immer irgendwas zutun.

· Die Bienen Hauptsaison ist von April bis August. Wie stets mit Ihrer Urlaubsplanung?

Einmal in der Woche sollten sie die Bienen kontrollieren und wenn ich es nicht mache?

Die Bienen können schwärmen, es bleiben aber immer Bienen zurück in der Beute. Nur die Bienchen die schwärmen nehmen auch ein Bauch voll Honig mit. Ein Bienenvolk was geschwärmt ist bringt nicht mehr viel Honig, bzw. nimmt die Hälfte des Volkes/ des Honigs und die Königin mit. Um das Volk wieder zur ursprünglichen Stärke zu entwickeln, vergehen ca. 5 Wochen, das ist viel Zeit in der kurzen Saison.

· Mein persönlicher Buchtipp „1mal1 des Imkern von F. Pohl“ liest sich ganz gut.

· Bevor sie Material kaufen, sprechen die erst einmal mit ihrem Imker Paten. Es gibt viele verschiedene Bienenbeuten. Man sollte die Beutenart wählen die in ihrer Gegenden am geläufigsten ist.

· Bei uns in Schleswig-Holstein ist die Segeberger Beute am verbreitetsten, mit der auch wir arbeiten. Es gibt sie aus Holz oder aus Styropor beide haben vor und Nachteile. 

 

Soweit ein kurzer Überblick :) 

 

Melden Sie sich gerne, wenn Sie Interesse haben.

 

Wir sind gerade dabei, unsere Imkerei ein wenig transparenter zu gestalten. Unter "Unsere Imkerei" können Sie verschiedene Videos ansehen, wo wir unsere Imkerei vorstellen wollen. 

Erste Interessenten

Hier sind wir mit zukünftigen Imkern, bei einem unserer Stände.

 

Bis man die nötige Ruhe im Umgang mit den Bienen hat, kann man natürlich immer gerne einen Imkeranzug tragen. Dieser ist eigentlich nicht notwendig, aber auch wir greifen manchmal gerne darauf zurück :).

 

Bienen sind empfindlich was Gerüche angeht und wenn  sie dich im wahrsten Sinne des Wortes nicht Riechen können, kann es schon mal sein, dass die eine oder andere Aggressiv wird. 

Wenn man einmal gestochen wurde, riechen die anderen Bienen das und wollen ebenfalls den Stock verteidigen. 
Aber das ist die Ausnahme von der Regel. Im Regelfall sind unsere Bienen alle sehr friedlich.